Mit der Auszeichnung „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ wurde am 27. Juli im Schloss Nymphenburg in München auch die Grundschule Rodachtal von 64 Preisträgerschulen aus ganz Bayern für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Hierfür hatte sie sich mit den beiden Themen „Ernährung und Sport“ sowie „Global denken, global handeln“ beworben. Beim ersten Thema wurden unter anderem das regelmäßige, gemeinsame gesunde Pausenfrühstück, die von Birgit Wich angebotenen Sportstunden am Nachmittag, das Musical „Mach mit, bleib fit“, die Ernte im Schulgarten, der Kindersprint und der Sporttag „Schule und Verein“ dokumentiert und mit Fotos und Beschreibung eingereicht. Das zweite Thema wurde in Form der Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Solibrottages fast ausschließlich von den Drittklässlern zusammen mit Karin Hader und Annegret Hümmrich sowohl im Klassen- als auch im Computerunterricht umgesetzt und als Videoclip an die Jury nach München gesandt.

In ihrer Festansprache im Schloss Nymphenburg wies Frau Ulrike Scharf, Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz in Bayern darauf hin, dass Themen wie Alltagskompetenz und Lebensökonomie fest im Lehrplan verankert sind: "Verbraucherbildung ist keine Eintagsfliege. Unser Konsumverhalten verändert sich rasant. Mit der Aktion 'Partnerschulen Verbraucherbildung' machen wir junge Menschen fit für den Konsumalltag." Mit Freude und großem Stolz nahmen Rektorin Annegret Hümmrich und stellvertretende Schulleiterin Karin Hader in München die Urkunde und ein Türschild entgegen.

   

Nach 37 Jahren Schuldienst, davon 20 Jahre an der Teilhauptschule bzw. Grundschule Rodachtal, wurde Fachoberlehrerin Anita Mairoser am letzten Schultag vor den Sommerferien in den Vorruhestand verabschiedet. Hierzu hatte sich die ganze Schulfamilie in der Rodachtalhalle versammelt. Mit dem Lied „Herzlich willkommen ihr lieben Leut, wir nehmen Abschied, auf Wiedersehen!“ stimmten die Flötengruppe und die Sänger der Schule alle Anwesenden auf die Abschiedsfeier ein.

Anschließend begrüßte Rektorin Annegret Hümmrich vor allem die Familie Mairoser ganz herzlich, des Weiteren den 3. Bürgermeister Thomas Hümmrich, Herrn Pfarrer Krauter sowie die Elternbeiratsvorsitzende Susann Bergmann und ihre Stellvertreterin Sabine Fischer. Ihr weiterer Gruß galt dem anwesenden Personal und den Lehrkräften und Schülern der Schule. In ihrer Ansprache ging sie auf das Wirken der engagierten und beliebten Fachlehrerin ein, die als „Chefin des Werkraums“ stets ideenreich die Ziele der verschiedenen Lehrpläne umgesetzt hat. Durch die aktive Auseinandersetzung der Schüler mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkzeugen wurden nicht nur ihre praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert, die Feinmotorik verbessert und die individuelle Kreativität entfaltet. Es entstanden vor allem wunderschöne Bastelarbeiten und Werkstücke, die die Schüler voller Stolz mit nach Hause nahmen oder die bei Ausstellungen beim Kinder- und Wiesenfest im Werkraum zu bewundern waren. In Gedichtform bedankten sich die beiden Schülersprecher Leon Schmidt und Anna Pfadenhauer bei der Werklehrerin. Die Schülerräte der Grundschule hatten Werkstücke des vergangenen Schuljahres mitgebracht, die sie zur Erinnerung hochhoben. Dann zeigte die Rektorin weitere Berufsrichtungen von Frau Mairoser auf. Sie war unter anderem Dekorateurin bei der Ausgestaltung der Fenster der Schule, Sanitäterin bei kleinen Verletzungen, Seelsorgerin bei Unzufriedenheit eines Kindes mit seiner Arbeit und Philosophin beim Aufhängen besinnlicher Sprüche in der Adventszeit.

Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschte Annegret Hümmrich im Namen der Schulfamilie der scheidenden Fachoberlehrerin vor allem Gesundheit und viel Freude bei allen zukünftigen Aktivitäten und überreichte ihr im Namen der Regierung von Oberfranken die Entlassungsurkunde in den Vorruhestand.

Mit kleinen Sketchen und Musikeinlagen gingen dann die Viertklässler auf das besondere Hobby von Frau Mairoser ein, ihre Vorliebe für die Basketballmannschaft „Brose Baskets“. Schmunzelnde Gesichter und so manche Lachsalve bei der Familie zeigten, wie gut die Schüler Anita Mairoser und ihren Ehemann Franz darstellen konnten bei der Fahrt zu einem Spiel, bei den Reaktionen nach einer Niederlage der Mannschaft oder nach einem Sieg. Tosender Applaus war der verdiente Lohn für die grandiose, witzige Aufführung der Kinder. Auch der Elternbeirat, das Personal und der 3. Bürgermeister Thomas Hümmrich bedankten sich in sehr persönlichen Worten bei der Werklehrerin für ihr pädagogisches Geschick und Einfühlungsvermögen, für die Arbeit mit den Kindern und die gelungenen Werkstücke und für die stets der Jahreszeit entsprechende Ausgestaltung der Schule. Mit Liedern und Geschenken nahmen die Lehrkräfte und das Personal Abschied. Anschließend sangen alle Schüler und Lehrer gemeinsam „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät“ und wünschten mit dem umgetexteten Lied nochmals alles Gute für den Ruhestand. Das letzte Wort hatte dann Frau Mairoser selbst. Sie betonte, sie habe sich immer sehr wohl gefühlt an der Schule, ihre Arbeit geliebt und gerne mit den Kindern gearbeitet. Vor allem das kollegiale Miteinander, die Aufrichtigkeit unter den Lehrkräften, die gemeinsamen Gespräche in der Pause und die Hilfsbereitschaft habe sie immer zu schätzen gewusst. „Ich werde die Schule vermissen“, sagte sie, „aber ich werde euch immer mal besuchen kommen.“ Dann hatte sie noch eine große Überraschung parat. Zum Abschied überreichte sie Rektorin Annegret Hümmrich eine selbst getöpferte Stele für den Eingangsbereich der Schule.

 

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Im Anschluss an eine kurze Andacht mit Pfarrer Krauter und Kaplan Urban wurden mit Geschenken und guten Wünschen am letzten Schultag nach der Pause auch die Lehrkräfte Birgit Rupp, Ann-Kathrin Gleich und Fabian Schramm sowie Daniela Förner vom Team der Mittagsbetreuung verabschiedet. Dann aber standen die 32 Viertklässler im Mittelpunkt, für die es der letzte Schultag an der Grundschule war. Rektorin Annegret Hümmrich blickte auf für die Schüler vier ereignisreiche Schuljahre zurück, geprägt von der ersten Kombiklasse an der Schule, verschiedenen Festen und Feiern, dem Musical der damaligen 3b, geprägt aber auch von Fleiß und Lernen. Der große Dank der Rektorin galt nicht nur den Schülern für ihr Engagement sondern auch den beiden Klassenleiterinnen Anne Meyer und Carola Glaser, die alles gegeben haben, um die Kinder in jeder Hinsicht bestens für den Übertritt vorzubereiten und denen vor allem stets ein positives Klassenklima am Herzen gelegen hat. Weiterhin dankte sie den Eltern der beiden Klassen für ihre stets tatkräftige Mithilfe bei verschiedenen klasseninternen Aktionen oder Festen. Den Viertklässlern sowie drei weiteren Kindern, die an die Montessori-Schule wechseln, wünschte sie für ihren neuen Weg nette Mitschüler und verständnisvolle Lieder.

Von Frau Glaser am Akkordeon begleitet bedankten sich dann in Liedform die Viertklässler bei der ganzen Schulfamilie für die vier schönen Jahre an der Grundschule Rodachtal. Mit selbstgebastelten Präsenten überraschten die Kinder der 4a alle Lehrkräfte und das Personal der Schule. Dann bildete die gesamte Schulfamilie beim Song „Sowieso“ ein langes Spalier, durch das alle sichtlich bewegten, scheidenden Schüler gingen und sich anschließend nochmals mit Tränen in den Augen in die Arme fielen.

Wir Lehrkräfte hoffen, dass der Wunsch der Rektorin für alle in Erfüllung geht: Glaube an dich selbst mit dem Vorsatz: „Das schaff ich schon!“ und gib nicht auf, auch wenn es Misserfolge gibt.

 

Zu einem kleinen Sommerkonzert hatten das Schulorchester und die Schlagzeuger der Grundschule Rodachtal im Juli ins Foyer der Rodachtalhalle eingeladen, um ihr Können an den jeweiligen Instrumenten zu zeigen. Rektorin Annegret Hümmrich begrüßte hierzu die anwesenden Eltern und Gäste und die beiden Musiklehrer Mike Müller und Wolfgang Schrepfer. Wenn auch aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle einige geplante Stücke ausfallen mussten, so zeigten die Schulkinder doch mit viel Freude, welche Fortschritte sie im abgelaufenen Schuljahr an ihrem Instrument gemacht hatten. Sogar die Erstklässler waren bereits ins Schulorchester integriert und gaben ihr Bestes. Ein besonderes Highlight beim Konzert war der erst sechsjährige Florian Krauter, der erst im September in der ersten Klasse eingeschult wird und taktsicher nach Noten ein Schlagzeugsolo zum Besten gab. Alle Mitwirkenden erhielten für ihre musikalischen Beiträge zu Recht viel Applaus. Rektorin Annegret Hümmrich bedankte sich mit einer Urkunde bei den Kindern und verabschiedete mit etwas Wehmut die anwesenden Viertklässler, die nun die Schule verlassen. „Macht weiter mit eurer Musik an euren neuen Schulen in den Orchestern oder Schulbands, die es dort gibt“, appellierte sie. Ihr ausdrücklicher Dank galt den Musiklehrern, aber auch den Eltern, die die musikalische Ausbildung ihrer Kinder bezahlen.

 

Es wäre schön, wenn sich im neuen Schuljahr auch weitere Kinder für das Erlernen eines Blasinstrumentes oder des Schlagzeugspiels interessieren würden. Nähere Informationen hierzu gibt es zum Schuljahresbeginn.

„Nicht mit mir! Schütz dich vor Gewalt“,

so lautet das deutschlandweite Präventions-, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskonzept des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes. Die beiden lizenzierten und fachkompetenten Übungsleiter Heike Bittner und Alfred Busse vom Küpser Verband hatten in den vergangenen Wochen jeden Montagvormittag mit den beiden vierten Klassen der Grundschule Rodachtal ein umfangreiches Training absolviert. Ziel des Kurses war es, den Kindern zu helfen Gefahren zu vermeiden, gefährliche Situationen zu erkennen und sich im Notfall zur Wehr setzen zu können.

Zur Abschlussveranstaltung in der Rodachtalhalle konnten Rektorin Annegret Hümmrich und die beiden Klassenleiterinnen Carola Glaser und Anne Meyer außer den zahlreichen Eltern auch Frau Deuerling und Frau Schoger als Vertreter der örtlichen Sparkasse und Raiffeisenbank begrüßen, die zusammen mit der Schwenninger Krankenkasse die Unkosten für den Kurs gesponsert hatten. Auch Herr Busse begrüßte alle Anwesenden und erläuterte im Lauf der nächsten Stunde die einzelnen Ziele und Übungen genauer. Dabei fungierte er als der böse „Buhmann“, gegen den sich die Kinder in den unterschiedlichsten Situationen zu wehren hatten. Er sagte, „80 % von Gewaltsituationen können durch selbstbewusstes Auftreten eines Kindes abgewehrt werden. Die stärkste Waffe eines Kindes ist die Stimme.“

In einem Schreikreis, in den auch Eltern mit hineintreten mussten, wurde das lautstark demonstriert zum Beispiel mit dem Ruf „Lass mich in Ruhe!“ Mit großer Begeisterung zeigten die Kinder an vielen praktischen Beispielen, in die immer wieder die Eltern, aber auch Frau Hümmrich, Frau Schoger und Frau Deuerling mit einbezogen wurden, wie sie Angreifer verunsichern und zum Weggehen bewegen können. Sie zeigten aber auch, wie sie sich im Falle eines Angriffs oder tatsächlicher Gewaltanwendung durch eine richtige Falltechnik verhalten müssen, um lebenswichtige Körperstellen oder Organe schützen zu können. Da das Verhindern einer Gewalttat immer oberstes Gebot ist, hatten die Kinder auch Lösetechniken gegen das Festhalten trainiert, um im Notfall wegrennen und Hilfe holen zu können. Vor allem die Väter staunten nicht schlecht, als sie ihre eigenen Kinder in den „Schwitzkasten“ nehmen oder am Arm festhalten mussten, wie rasch sich diese zum Beispiel mit einem unerwarteten gezielten Tritt befreien konnten.

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Besonders spannend wurde es, als jedes Kind mit seiner „Tigerkralle“ durch einen gezielten Schlag mit dem Handballen ein von Herrn Busse gehaltenes Holzbrett erfolgreich durchschlagen konnte. Zur großen Begeisterung mussten auch die beiden Klassenleiterinnen, die Rektorin und die Damen der Geldinstitute sich dieser Herausforderung stellen, die sie ebenfalls bravourös meisterten.

Am Ende der Abschlussveranstaltung bedankte sich die Rektorin herzlich bei Frau Meyer und Frau Glaser sowie bei den Übungsleitern für das erfolgreiche Training. „Ich hoffe, dass unsere Kinder nicht in bedrohliche Situationen hineinkommen werden. Aber sollte das doch geschehen, so haben sie nun das nötige Rüstzeug gelernt, um gefährliche Situationen erkennen und meistern zu können. Der Kurs hat jedes einzelne Kind enorm in seinem Selbstbewusstsein gestärkt.“

Auch die beiden Klassenleiterinnen sprachen Worte des Dankes aus sowohl für die Sponsorengelder als auch für die lehrreichen Trainingsstunden und bedankten sich mit einem süßen Präsent bei den beiden Übungsleitern.

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