Mit viel Wehmut, gerechtfertigten Lobesreden und einem bunten Programm der ganzen Schulfamilie wurde der allseits beliebte Lehrer Reinhard Engelhardt am 17. Februar in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Er war seit fast 40 Jahren voller Engagement im Schuldienst, davon 33 Jahre an der Schule Rodachtal in Marktrodach. Schulamtsdirektor Uwe Dörfer würdigte in seiner Laudatio das berufliche Wirken von Herrn Engelhardt, der in seiner langen Dienstzeit nicht nur ein Stück bayerische Schulgeschichte miterlebt, sondern vor allem auch mitgestaltet hat. Unter großem Applaus überreichte er ihm mit großem Dank für seine Mühe, Geduld und Freude beim Vermitteln von Wissen und ethischen Werten eine Urkunde mit der Beförderung zum Studienrat.

             

 

Rektorin Annegret Hümmrich und stellvertretende Schulleiterin Karin Hader gingen in ihrer gemeinsamen Ansprache anhand jedes einzelnen Buchstabens "Reinhard Engelhardt" darauf ein, was ihn persönlich als Lehrer, Mensch und Kollege so einzigartig an der Schule gemacht hatte. Er hatte Energie, Neugierde, Humor, Empathie, Geduld und Leidenschaft, trug zu einem guten Schulleben bei, glaubte an die Begabungen seiner Schüler und förderte diese. Er war aber auch aktiv als Sportler, sorgte für tolle Ausflüge der Lehrer, unvergessliche Tage im Schullandheim und kümmerte sich gern und intensiv um die Lehramtsanwärter an der Schule. In einer PowerPoint Präsentation gab es während der Ansprache viele Bilder zu sehen, die unter anderem auch an manch lustige Episoden erinnerten. In einem vergnüglichen Ausblick stellten Förderlehrerin Irene Hartmann und sein alter Kollege Helmut Zuber dar, was ihn nun an Aufträgen im Ruhestand von seiner Ehefrau Inge erwarten könnte.

Herzliche Worte des Dankes sprachen auch der stellvertretende BLLV-Kreisvorsitzende Jens Schmidt, die Elternbeiratsvorsitzende Susann Bergmann sowie Bürgermeister Norbert Gräbner. Sie waren sich alle in ihren Ansprachen einig, dass Reinhard Engelhardt sich in besonderem Maße um Marktrodachs Schüler verdient gemacht hat. Während der einzelnen Reden gab es immer wieder lustige, auf den beliebten Lehrer zugeschnittene Beiträge: selbstgedichtete Lieder, Tanzeinlagen, eine szenische, lustige Schulstunde bei Herrn Engelhardt und ein Rezept der beiden Schülersprecher für diesen tollen Lehrer. Mal sangen nur alle Schüler, dann die Lehrer und das Personal, zum Abschluss füllte sich die gesamte Bühne und der Platz davor mit der ganzen Schulfamilie. Am Ende der gelungenen eineinhalbstündigen "Abschiedsparty" ergriff der scheidende Lehrer selbst das Wort und bedankte sich sichtlich gerührt für die herzlichen Worte der Wertschätzung und die vielen originellen Geschenke an seinem letzten Schultag. "Ich bin sehr froh, dass ich so ein außerordentlich engagiertes Team und eine große harmonische Schulfamilie an der Seite hatte", sagte er. Sein Ziel sei es immer gewesen, Schüler in angstfreier Atmosphäre auf ihrem Weg zu selbstbewussten und selbstverantwortlichen Menschen zu begleiten. Glücklich und dankbar sei er, dass Gott ihn und die ihm anvertrauten Kinder beschützt habe und er mit guter Gesundheit nun in den Ruhestand gehen kann. Mit einem großen Dankeschön an seine Weggefährtin und Ehefrau Inge griff er zur Schiedsrichter-Pfeife und pfiff seine Verabschiedungsfeier selbst ab.

Mit Tränen in den Augen, kleinen Geschenken und vielen Umarmungen verabschiedeten sich anschließend viele Schüler einzeln von ihrem Herrn Engelhardt, der sich an der Schule Rodachtal, wie er zuvor betont hatte, stets "sauwohl" gefühlt hat.

Fotos zur Verabschiedung gibt es in der Fotogalerie.

 

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